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von Marie-Anne Schlolaut, KStA 20.12.07

Was der Vorstellungskraft da abverlangt wird, ist irgendwie nicht sonderlich vertrauenserweckend. Um die Wirkung von Freien Radikalen im Körper zu erklären, wird gern eine frische Schnittstelle an einem Apfel als Vergleich herangezogen. So wie diese Schnittstelle unter Einfluss von Sauerstoff braun wird, ähnlich unschön reagiert der menschliche Körper, wenn er von zu vielen freien Radikalen terrorisiert wird. Nur wird er nicht braun wie ein Apfel, sondern schneller alt und runzlig.

Tatsache ist, jeder Mensch hat Freie Radikale und jeder Mensch braucht Freie Radikale, schon allein, um das Immunsystem intakt zu halten. Was der Mensch aber bestimmt nicht braucht, das sind zu viele Freie Radikale, die ihr Unwesen im Körper treiben. Das ist der Fall, wenn die Harmonie im Zellsystem gestört ist und die Fänger der Freien Radikalen, die Antioxydantien, es nicht mehr schaffen, ihre Gegner zu „zähmen“. Dann haben diese freie Hand, die Zellen des menschlichen Körpers zu schädigen. Das tun sie, indem sie ihnen die lebensnotwendigen Sauerstoffmoleküle stibitzen.
Einhalt gebieten können nur die Antioxydantien. Altersforscher sprechen sogar davon, dass zu viele Freie Radikale im Körper die Erkrankung an Alzheimer, Demenz, Krebs und Herz-Kreislauf-Schwäche beschleunigen.

Um die Antioxydantien, die Radikalen-Fänger, zu stärken, muss ihnen die richtige „Nahrung“ gegeben werden. Und das mögen die Fänger besonders gern: Vitamin E, Rotwein, rote Beeren und Kaffee. Die Produktion der Freien Radikalen wird dagegen besonders angeregt durch Ozon, Feinstaub, Schwermetalle in der Nahrung, zu viel Alkohol, Autoabgase, Sonnenbäder, Rauchen. Das Dumme ist nur, dass der Mensch erst mit Verzögerung spürt, dass in seinem Zellgleichgewicht etwas nicht mehr stimmt. Anzeichen dafür sind häufige Entzündigen, Stresssymptome, Schlaflosigkeit kombiniert mit müden Phasen tagsüber, reduzierte Immunabwehr, Anfälligkeit für Allergien und Verdauungsprobleme.

Bluttests empfohlen

Damit es gar nicht erst so weit kommt, empfiehlt Prof. Dr. Ingo Froböse, Gesundheitsexperte und Leiter des Gesundheitszentrums an der Sporthochschule Köln, Bluttests. Sind im Blut genügend Vitamin A und E enthalten sowie Betakarotin und Coenzym Q 10, Zink, Selen und Eisen, dann können Freie Radikale keinen Schaden anrichten. Falls nicht, empfiehlt Froböse dringend eine Umstellung des Lebensstils auf nährstoffreiche Produkte sowie moderate Bewegung, am besten Ausdauersport. Pülverchen und Pillen aus Drogerie oder Apotheke erzielen keinen bleibenden Erfolg.

Mediziner haben schon bei Kindern eine durch Freie Radikale angegriffene Zellqualität festgestellt. Der Grund: falsche Ernährung und zu wenig Bewegung. Wissenschaftler haben aber auch erforscht, dass der Mensch Sirtuine produziert, sogenannte Verjüngungsenzyme, die die beschädigten Zellen reparieren. Aber diese Sirtuine-Produktion lässt nach, wenn der Mensch psychischem Stress ausgesetzt ist und unter Bewegungsmangel leidet. Froböse bringt das auf die einfache Formel: „Ohne körperlichen Anreiz keine Sirtuine-Produktion. Von allein macht der Körper gar nichts. Und das ist unabhängig vom Lebensalter..“

Nicht erfolgversprechend ist es dageben, den Alterungsprozess durch Kosmetika stoppen zu wollen, die suggerieren, dass sie Freie Radikale bekämpfen können. Das tun sie nicht, denn Freie Radikale „arbeiten“ im Zellinnern und nicht auf der Hautoberfläche.


(Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung durch den Kölner Stadt-Anzeiger und das Zentrum für Gesundheit, Prof. Dr. Ingo Froböse, Köln)