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Von Marie-Anne Schlolaut, Kölner Stadt-Anzeiger 12.11.07

„70 Prozent unserer Entwicklung, Gesundheit und Aktivität sind bestimmt durch unseren Lebensstil. 30 Prozent ist in unseren Genen verankert.“ Das letzte Thema der großen Fragebogen-Aktion mit Prof. Dr. Ingo Froböse widmet sich dem Bereich „Lebensstil / Gesundheitsbewusstsein“ Der Fragebogen ist der fünfte und letzte der Gesamtreihe zu den Themen „Schlaf / Erholung“, „Ernährung“, „Vorsorge“ und „Fitness“.

Ingo Froböse, Gesundheitsexperte an der Deutschen Sporthochschule Köln und Leiter des Zentrums für Gesundheit, unterstreicht, dass „unser eigenes Verhalten großen Einfluss auf unsere Gesundheit hat und uns in die Pflicht nimmt.“ Bewegung, Ernährung, der richtige Umgang mit Alkohol, Verzicht auf Zigaretten, das sind Eckpfeiler eines gesunden Lebensstils. „Bei den meisten Menschen ist das allerdings noch nicht angekommen. Das ist schon ein Phänomen“, sagt Froböse. Vielmehr spukt in den Köpfen der Menschen, dass sich Gesundheit bei Bedarf kaufen lässt. Froböse: „Ich hole mir Pülverchen, um abzunehmen, buche Wellness, um mich zu regenerieren. Kein Wunder, dass der Eindruck entsteht, ich bin aus der Verantwortung raus.“

Gesundheitsbewusstsein fördern

Da die Medizin für viele Gebrechen auch noch Ersatzteile parat hält, deren „Einbau“ die Kassen übernehmen, bestätigt sich laut Froböse die irrige Annahme: Ich zahle für Gesundheit, also habe ich einen Anspruch auf Gesundheit. Der Experte kritisiert, dass Behandlung der Kranken und Rehabilitation im Mittelpunkt stehen, aber nicht Gesundheitsbewusstsein und Prävention. Zwei bis drei Euro pro Jahr und Mensch werden für Prävention im Gesundheitswesen veranschlagt. „Mehr ist das den Kassen nicht wert. Und diese paar Euro geben sie noch nicht einmal aus“, sagt Froböse. Dagegen belaufen sich die Ausgaben für die Behandlung Kranker bundesweit auf 260 Milliarden Euro pro Jahr. Froböse: „Allein 18 Milliarden werden in der Bundesrepublik pro Jahr ausgegeben, um die Kosten für Bewegungsmangel und seine Folgen zu decken.“ Ansätze in der Politik, der Prävention größeres Gewicht zu verleihen, waren bisher nicht von Erfolg gekrönt. Kein Wunder, argumentiert Froböse, dass die Menschen bei der Änderung ihres Lebensstils ebenso zögerlich sind. „Lebensstil hat viel mit Lebenslust zu tun. Das, was mir Befriedigung verschafft, das tue ich auch.“ In der Regel hat das weniger mit schlank, schön und durchtrainiert zu tun als vielmehr mit Rückbesinnung auf sich selbst und Verantwortung für den eigenen Körper. Dabei helfen können Vorbilder, aber nicht solche, die für uns unerreichbar sind. „Heidi Klum ist kein Vorbild, wenn ich abnehmen will. Aber eine, die auch mal da war, wo ich jetzt bin, und ihren Lebensstil geändert hat, die überzeugt mich“, sagt Froböse, weil es animiert, das Leben selbst zu gestalten und es nicht gestalten zu lassen. Wer die Bandbreite der Möglichkeiten nutzt, schützt Kopf und Körper vor Degeneration. Froböse: „Das heißt - ich meide Gifte in Ernährung und Umwelt. Ich sorge für Entspannung und Erholung ebenso wie für den Einsatz meiner Kräfte. Und vor allem: Lust auf Lebenslust.“

„Wir brauchen nicht das Glücksgefühl durch Schokolade oder das selig machende Lob des Chefs, wenn wir uns klarmachen, welche Bedürfnisse wir wirklich haben.“ Der Gesundheitsexperte weiß natürlich, dass es leichter ist, Gelüsten und Sehnsüchten nachzugeben, deren Befriedigung durch andere vorgefertigt ist. „Doch das hält nicht an. Wir werden nur dann unseren Lebensstil finden, wenn wir die Lust daran entdeckt haben.“


(Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung durch den Kölner Stadt-Anzeiger und das Zentrum für Gesundheit, Prof. Dr. Ingo Froböse, Köln)


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