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von Marie-Anne Schlolaut, Kölner Stadt-Anzeiger 25.10.07

„Essen ist Genuss. Und Genuss hat ganz viel mit Lust zu tun,“ sagt Ingo Froböse zum Thema „Ernährung“ in der großen Fragebogen-Aktion des „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Für den Gesundheitsexperten der Deutschen Sporthochschule Köln ist gutes Essen und Trinken durch und durch sinnlich. Einmal pro Woche gönnt sich Froböse eine „hemmungslose Orgie“, wie er es nennt, mit einem üppigen Frühstück, Torte am Nachmittag, und abends setzt er sich an den schön gedeckten Tisch – bei guten Gesprächen.

„Die Menschen müssen informiert werden, welchen Mist sie manchmal essen. Wer das weiß und einsieht, der hört damit auf,“ sagt Froböse. Obwohl Essen mittlerweile immer und überall angeboten wird, ist die Vielfalt längst verloren gegangen. „Wir sind Norm-Esser geworden, deren Bedürfnisse durch die Industrie befriedigt werden.“ Gegessen wird, was vom Fließband der Nahrungsmittelindustrie kommt. Konsumiert wird egal was und egal wo, beim Einkaufsbummel in der Stadt oder während der Autofahrt. Der Körper allerdings registriert dieses „eben-mal-zwischendurch“ gar nicht als Essen, folglich wird er auch nicht satt. Nur wenn Sinne und Körper „am Tisch Platz nehmen“, wird signalisiert: Jetzt ist Genuss angesagt und das tut gut.

1,5 Millionen Tonnen künstliche Geschmacksverstärker pro Jahr wirft die Industrie auf den Markt. Das damit aufgepeppte Essen beschert dem Körper eine Menge Probleme. „Der Geschmacksverstärker Glutamat stimuliert die Zellen,“ sagt Froböse, „und löst ihre Selbstzerstörung aus.“ Ebenfalls im Angebot der gefährlichen Stoffe: Kombinationen aus Aluminium und Zitronensäure. Sie sind hochgiftig für das Gehirn, in Käsescheibletten ebenso vorhanden wie in Getränkedosen mit Limo.

Diese Aluminium-Zitronensäure-Mischungen können unter anderem mitverantwortlich sein für Parkinson-Erkrankungen, warnt Froböse. Cadmium, reichlich vorhanden in Fluss-Fischen, gehört in der Überdosierung ebenfalls zu den Nervengiften. Froböse: „Drei bis vier Kilo Chemikalien nimmt der Mensch pro Jahr allein durch Nahrung zu sich. 30 000 Tonnen Pflanzengifte verwenden wir jährlich in der Bundesrepublik.“

Die Auswirkungen haben nicht nur die zu „verdauen“, die zum „Norm-Esser“ mutiert sind, sondern auch Menschen, die beim schnellen Konsum das Kauen reduzieren. Wer schlingt, der verhindert, dass wertvolle Inhaltsstoffe der Nahrung im Mund verwertet werden können. Lebenswichtige Bestandteile wie beispielsweise das Vitamin K gehen dem Organismus verloren. Auf Dauer sind bei dieser Art von „Mangel-Kau- Ernährung“ Herz- und Kreislaufbeschwerden die Folge.

Froböse: „Meine Oma sagte immer: Junge, kau 35 Mal.“ Ein guter Rat, aber recht unpraktisch, denn wer will schon bei jedem Bissen mitzählen. Perfekt ist, wer die Nahrung zu Brei zerkleinert, bevor er sie schluckt. Lustvoll wird Essen aber erst dann, wenn Schmackhaftes auf dem Speiseplan steht. Froböse rät, gutes Essen zum Lebensdogma zu erheben, kleine Sünden inbegriffen: „Wenn man Sie vor die Wahl stellt, zwischen einer gesunden Grünkernschnitte und einer Currywurst zu entscheiden, dann nehmen Sie doch die Currywurst – oder? Das ist gut so, und das darf auch sein. Erst wenn ich jeden Tag Currywurst und Pommes esse, habe ich ein Problem.“


(Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung durch den Kölner Stadt-Anzeiger und das Zentrum für Gesundheit, Prof. Dr. Ingo Froböse, Köln)


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