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von Marie-Anne Schlolaut, Kölner Stadt-Anzeiger 25.10.07

„Genügend Schlaf scheint ja nur etwas für Weicheier zu sein. Oder wie habe ich das zu verstehen, wenn sich Sabine Christiansen und Edmund Stoiber damit brüsten, dass sie nur vier Stunden Schlaf in der Nacht benötigen.“ Als ausgemachten Quatsch bezeichnet Prof. Dr. Ingo Froböse derartige Äußerungen. Der Gesundheitsexperte an der Deutschen Sporthochschule Köln hat für den „Kölner Stadt-Anzeiger“ eine fünfteilige Fragebogen-Aktion zusammen gestellt. Den Auftakt bilden „Schlaf/Erholung“ und „Ernährung“.

Ist nun ein Weichei, wer mehr Stunden schläft als Christiansen und Stoiber? Mitnichten. „Wer zu wenig schläft, stresst seinen Körper psychisch und physisch,“ sagt Froböse. In der Nacht ist die große Regenerationszeit für Körper und Geist. Die Wirbelsäule muss liegen und ausschwingen. Säuren, Basen, Vitamine und Mineralstoffe werden als „Futter“ an die Zellen weitergereicht. Im Ruhezustand und im Schlaf wird unentwegt erneuert und repariert. Der Schlaf ist für den Körper beides: Tankstelle und Werkstatt zugleich.

„Es ist schon bedenklich“, sagt Froböse, „dass Kinder und Jugendliche mittlerweile eine Stunde weniger schlafen als noch vor fünf Jahren. Diese Stunde fehlt ihnen zur Regeneration.“ Schuld an diesem Defizit sind unter anderem elektronische Ablenkungen, die in Kinderzimmern zuhauf zu finden sind. Mittlerweile gibt es für Jugendliche sogar Computer-Spiele, die es nicht erlauben, dass man sich zwischendurch „ins Bett verabschiedet“. Permanente Anwesenheit ist gefordert und mündet in gefährlicher Überforderung. Neun bis zehn Stunden sollten Kinder und Jugendliche schlafen, Erwachsene mindestens sieben Stunden, empfiehlt der Gesundheitsexperte. Viel mehr macht allerdings kaum Sinn. Froböse: „Nur im Bett herum lümmeln hat eher negative Auswirkungen.“

Der Behauptung, dass ältere Menschen weniger Schlaf benötigen oder grundsätzlich schlechter schlafen, widerspricht Froböse. Das Schlafbedürfnis sinkt nicht mit zunehmenden Alter. Wer schlechter schläft, je älter er ist, bei dem haben sich eher ungute Schlafgewohnheiten verfestigt. Tabletten helfen da nicht. Im Gegenteil. Wer wieder gut schlafen möchte, sollte sein Schlafverhalten dringend überprüfen (siehe Information „Schlaf und Erholung“). Wenn es trotzdem nicht klappt, dann ist vielleicht ein Tag im Schlaflabor zu empfehlen, denn der Preis, den man für dauerhaft unruhige Nächte „zahlt“, ist hoch.

Während der nächtlichen Reparatur- und Erholungszeit des Körpers, regeneriert sich auch das Gehirn. Es muss Eindrücke und Gedanken des Tages ordnen und verketten, Lösungsvorschläge und Lernprozesse auslösen. Damit Körper, Gehirn und Zellen gehegt und gepflegt werden können, muss der Körper nachts vernünftig entgiften. Er benötigt Flüssigkeit, um die Abfallstoffe aus den Zellen in Leber und Nieren zu spülen.

Die wiederum müssen diese Gifte der Nacht zügig los und genügend durchspült werden. Froböse: „Am besten bis 14 Uhr zwei Drittel des Tagesbedarfs an Flüssigkeit zu sich nehmen.“


(Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung durch den Kölner Stadt-Anzeiger und das Zentrum für Gesundheit, Prof. Dr. Ingo Froböse, Köln)


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